Gib mir Mut, wenn alle zu feige sind
für andere einzustehen.
Mit der Wahrheit herauszurücken
weil sie dem Freund keinen Vorteil bringt.
Gib mir Vertrauen, meine Stimme zu erheben,
wenn ein Mensch hinausgeworfen wird
behindert wird beim Träumen.
Wenn er ohne Chance ist, etwas zu erreichen,
dass ich mich zu ihm stelle.
Gib mir Mut, den Finger zu erheben,
wenn andere mit dem Finger auf den Nächsten zeigen
und auf die Farbe in seinem Gesicht.
Weil der Klang seiner Worte anders klingt
und er für Herz “srce” verwendet.
Gib mir Mut, ihn bekannt zu machen
mit unseren Sitten.

DU GOTT DES FRIEDENS
sprachlos und ohnmächtig kommen wir zu dir.
Viel zu lange schon tobt der Dämon des Krieges,
verbitterte Kämpfe, unzählige Flüchtende und Tote.
Erfolglos scheinen die Versuche zur Versöhnung.

In dieser heillosen Situation bitten wir dich
um die Bekehrung jener, die Angst und Terror verbreiten.
Wir beten um Kraft und Schutz für alle Bedrängten.
Wir erflehen deinen Geist, der eine Wende erwirken kann.

Im Namen all jener, die im Kriegsgebiet ausharren müssen,
direkt betroffen, bedroht oder in Kämpfe verstrickt sind:
Bereite dem Morden en Ende und lass endlich wahr werden –
das Wunder des Friedens für unsere verwundete Welt!

Du Gott des Lebens,
des Trostes und der Verbundenheit,
wir vertrauen auf dich,
weil jedes Gebet dein Herz erreicht.
In der Gewissheit, dass du alles zum Guten wenden kannst,
loben wir dich jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Allmächtiger Gott, du führst uns zusammen, was getrennt ist,
du bewahrst in der Einheit, was du verbunden hast.
Schau voll Erbarmen auf alle, die durch die eine Taufe geheiligt sind
und Christus angehören.
Mache sie eins durch das Band des unversehrte Glaubens
und der geschwisterlichen Liebe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
(Tagesgebet, für die Einheit der Christen A, MBII, 1063)

Aus dem Instrumantum laboris der Bischofssynode in Rom.
Eine synodale Kirche ist eine Kirche der Begegnung und des Dialogs. Auf dem Weg, den wir zurückgelegt haben, gilt dies besonders stark für die Beziehungen zu anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften, mit denen wir durch das Band der einen Taufe vereint sind. Der Geist ist als “Prinzip der Einheit der Kirche” in diesen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften am Werk und lädt uns ein, Wege des gegenseitigen Kennenlernens, des Teilens und der gemeinsamen Lebensgestaltung einzuschlagen. (…) Eine authentisch synodale Kirche kann gar nicht anders, als all jene einzubeziehen, die gemeinsam die eine Taufe empfangen haben.
Instrumentum laboris 24

Gott, du willst, dass eine Kirche
ein Zeichen des Heils unter den Völkern sei und das Werk Christi
bis zum Ende der Zeiten fortführe.
Erwecke in allen, die glauben,
die wache Sorge für das Heil der Menschen,
damit aus allen Völkern EIN heiliges Volk wird.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Tagesgebet B, für die Ausbreitung des Evangeliums, MBII, 1071

Aus der pastoralen Konstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils über die Kirche „Gaudium et spes“..

Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände. […] Zur Erfüllung dieses Auftrags obliegt der Kirche allezeit die Pflicht, nach den Zeichen der Zeit zu forschen und sie im Licht des Evangeliums zu deuten. […] Im Glauben daran, dass es vom Geist des Herrn geführt wird, der den Erdkreis erfüllt, bemüht sich das Volk Gottes, in den Ereignissen, Bedürfnissen und Wünschen, die es zusammen mit den übrigen Menschen unserer Zeit teilt, zu unterscheiden, was darin wahre Zeichen der Gegenwart oder der Absicht Gottes sind.                                                                                      Gaudium et spes 1.4.11

Aus dem Instrumentum laboris der Bischofssynode in Rom.

Eine synodale Kirche [ist] auch eine Kirche der Unterscheidung, in der Vielfalt der Bedeutungen, die dieser Begriff in den verschiedenen Traditionen angenommen hat. […] Indem wir aufmerksam auf die gelebten Erfahrungen der anderen hören, wachsen wir in gegenseitigem Respekt und beginnen, die Regungen des göttlichen Geistes im Leben der anderen zu erkennen. Auf diese Weise beginnen wir, mehr darauf zu achten, „was der Geist den Gemeinden sagt“, in dem Bestreben der Hoffnung, eine Kirche zu werden, die immer mehr dazu fähig wird, prophetische Entscheidungen zu treffen, bei denen der Geist sie leitet                                                                                                                Instrumentum laboris 31